Nase statt Sprache (die Pantomime-Gruppe)

Frau Wahlen berichtet aus der Pantomime-Projektgruppe:

Die Pantomimen hatten eine nicht ganz einfache Aufgabe in der Projektwoche. Es galt mehrere Szenen für die Zirkusvorstellung am Freitag zu erstellen und einzustudieren. Die Besonderheit hierbei lag auf der Nichtverwendung der gesprochenen Sprache, frei nach dem Motto: Nase statt Sprache! Denn mit roter Clownsnase wurde nicht mehr im alltäglichen Sinne gesprochen. Alles, was es zu zeigen galt, sollte mit Gestik und Mimik dargestellt werden. Gar nicht so leicht. Dazu gab es jedoch in zwei Szenen fachmännische und fachfrauliche Unterstützung durch Herrn Merita und Frau Bröhl, die sich beide mit vollem Engagement in ihre Szene einbrachten, so dass alle Darsteller der Szenen sichtbar Spaß an den gemeinsamen Nummern hatten.

Nun aber mal der Reihe nach. In der Projektwoche begann jeder Tag mit einem gemeinsamen Warming-up aller Projektgruppen in der Pausenhalle und am Ende auch im Zirkuszelt. Somit waren wir alle auf den neuen Projekttag gut eingestimmt und es konnte losgehen.

Am Montag begannen wir zunächst mit einer Begrüßung und kleinen Vorstellungsrunde, wir haben uns noch in gesprochener Sprache über Pantomimen unterhalten, um zu klären wer das eigentlich ist, woran man Pantomimen erkennt und was sie so machen. Dazu haben wir einige Merkmale festgehalten: Pantomimen sprechen nicht sondern tun Dinge bzw. stellen Dinge dar ohne Sprache. Meistens sind sie schwarz-weiß gekleidet und tragen dabei auch weiße Handschuhe. Unsere Gruppe hatte als gemeinsames Erkennungszeichen die roten Nasen. Jeder kleine und große Pantomime unserer Gruppe erhielt seine Nase und seine Handschuhe. Im weiteren Verlauf des ersten Tages konnte man aus einer Auswahl an Angeboten Dinge erproben, wie z. B. Grimassen vor einem Spiegel schneiden, pantomimisch Tiere etc. darstellen, Gefühle zum Ausdruck bringen und mit verschiedensten Gegenständen frei improvisieren. Ein lustiges Ausprobieren und Raten in der FÜZ-Pantomime. Zudem wurden auch Beispiele von professionellen Pantomimen auf DVD angesehen, dies sorgte für viel Schmunzeln und Lachen, besonders die fahrende Tüte in der Dompteurszene.

In den folgenden Tagen wurden die verschiedenen Zirkusszenen in ihren Grundideen besprochen, natürlich dann ohne Nasen, gemeinsam weiterentwickelt und erprobt. Im Laufe der Proben wurden peu á peu auch die Rollenzuteilungen deutlich, so dass Jesper den „Kofferhund“ zum Leben erweckte und Amelie und Zsanette mit einem unsichtbaren Seil viele zu sportlichen Höchstleistungen brachten. Am Mittwoch zeigten die Pantomimen ihre ersten Darstellungen auch im morgendlichen Warming-up, auch dies eine hohe Anforderung das eigene Können vor so vielen anderen Kindern und Erwachsenen darzustellen. Dazu gehört viel Mut!

Im weiteren Verlauf der Woche und der nahenden Zirkusvorstellung wurde immer intensiver geprobt, was manchmal durchaus anstrengend war für alle Beteiligten. Zudem galt es die Scheu vor der Gesichtsbemalung, also der weißen Schminke mitsamt der dunklen Augenbrauen und der roten Lippen zu überwinden – alle haben dies am Ende super gemeistert!

Und dann noch die PPP – Pausen-Putz-Pantomimen – die sollten in den Umbauphasen der Vorstellung ein bisschen „(Un-) Ordnung“ schaffen. Hier war Spontaneität und Kreativität mitsamt Improvisation gefragt – auch das hat hervorragend geklappt! Aber immer Putzen, nein danke!

Die Zirkusvorstellung selbst war einfach klasse, so viel Publikum, so viel Licht, so laut die Musik, so viel Aufregung, an alles denken, mit den anderen Pantomimen auf den Punkt da sein – alles sollte klappen und ALLES HAT GEKLAPPT! Ihr wart SPITZE – und das mit Nase statt Sprache 😊

M. Wahlen